Zwei Einrichtungen waren dem vorangegangen: Die Charité und das pathologische Institut.
Im Jahre 1710 wurde die Charité gebaut, eigentlich zwecks der Isolation von Pestkranken. Und deren Überresten Da die Seuche fatalerweise ausblieb, gab sie immerhin noch genug als Arbeits- und Armenhaus ab. Bis die armen Arbeiter dann geschundenen Garnisonsknechten weichen mußten.
Seit 1727 heißt der Kasten jetzt Charité, kurz nachdem sich die ersten merkwürdigen Geschichten um das charismatische Bauwerk rankten vom aufschneiden und zerstückeln von Leichen handelten diese, von den großen Erkentnisse für die Menschheit wurde gesprochen
Als wenn ein samariterhafter Name die Greuel ungeschehen machen würde... ja, und vorher hieß es "Theatrum Anatomicum", " Collegium Medicum Chirurgicum", um dann eine militärmedizinische Anstalt zu werden. aber: nur dadurch, durch die Verbindung zur Charité wurde die praktisch medizinische Ausbildung in Berlin ermöglicht.
Die Vorgänger Rudolf Virchows, Johann Friedrich Meckel, Johann Gottfried Walter und sein Sohn, Friedrich August Walter ernteten Unverständis seitens der übrigen Ärzteschaft für ihre Bestrebungen um ein pathologisches Museum. Igoranten. Dennoch, durch Unterstützung gelang es, eine Sammlung von 3070 Präparaten zu erstellen. Diese verkaufte Johann Gottfried Walter für zehntausend Taler an den preußischen Staat und leitete das Museum bis 1810. Das Museum wurde der im selben Jahre gegründeten Humboldt-Universität angegliedert. Der Nachfolger Johann Gottfried Walters, Rudolfi Asmund, erwirkte 1811 eine Verordnung, daß alle Monstra der Universität überstellt werden müssen, gegen Erstattung der Unkosten.
Im Jahre 1831 wurde durch Johann Nepomuk, aufgrund einer Cholera-Epidemie, eine Prosektur eingerichtet. Als er 1832 starb, wurden 17.197 Präparate registriert.
Seit 1811 stand an der Charité ein Leichen- und Sektionshaus, vielleicht fand wegen räumlicher Trennung vom Anatomischen Institut es wenig Beachtung...
copyright © 1995 Heinze
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